Schauen wir uns diesen Mechanismus genauer an. In Ihrem Körper gibt es zwei Pedale des autonomen Nervensystems: das Gaspedal (sympathisches Nervensystem) und die Bremse (parasympathisches Nervensystem). Bei Ihnen ist das Gaspedal von Geburt an stärker eingestellt.
Sie sehen das in Ihrer „HRV“ (Herzratenvariabilität), also in den Schwankungen der Abstände zwischen Herzschlägen. Dominiert der Sympathikus, wird der Rhythmus gleichförmiger; dominiert der Parasympathikus, schwankt er gesund. Weil Sie eher sympathikusdominant sind, übersetzen sich emotionale Wellen direkt in körperliche Reaktionen. Das stark klopfende Herz bei Aufregung? Genau das ist dieser Mechanismus.
Auch hinter Ihrer Morgenenergie steckt ein Mechanismus. Die „Cortisol-Awakening-Response (CAR)“ ist das Phänomen, dass das Stresshormon Cortisol etwa 30 Minuten nach dem Aufwachen seinen Höhepunkt erreicht. Bei Ihnen ist diese Reaktion groß, deshalb kommen Sie schnell auf Touren. Verstehen Sie es als „Energie aus dem Morgen geliehen“ - am Abend ist der Tank niedrig. Wenn Sie Ihre Physiologie verstehen, können Sie am Nachmittag gezielte Erholungspausen einplanen und Ihre Energie über den ganzen Tag tragen.